Ich war einmal ein Herzenshund
...

Hallo, ich heisse Zita und bin eine Kuvaszhündin - wollt Ihr die Geschichte
lesen, wie ich kurze Zeit ein Herzenshund war?

Alles fing in einem ungarischen Tierheim an, wo ich hinter Gittern saß und in dem eines Tages eine nette Frau an meinem Zwinger auftauchte und mich streichelte. Ich drängte mich ganz nah an ihre Hand, um die Streicheleinheiten zu genießen. Auf einmal fing sie an zu weinen und flüsterte mir ins Ohr: "Ich hol Dich hier raus ..."
Nur kurze Zeit später war es tatsächlich so weit - ich wurde in ein Auto
verladen und ganz lange Zeit gefahren - in ein Land, dass sich Deutschland nennt. Ein Land, in dem all meine Träume wahr werden sollten?
Ich kam auf einem netten Hof an, wo ich ein wenig auf einer Wiese laufen durfte, dann wurde ich in einem schönen warmen Zimmer untergebracht.
Der nächste Tag war dann MEIN Tag!  Die nette Frau aus dem Tierheim
kam mit einer netten anderen Frau und einem Hund, der genauso aussah wie ich!
Ich hörte nur immer wieder "mein Herzenshund" und war glücklich ... wie sich herausstellte war dies nun meine eigene Familie! Ich durfte mitfahren in ein wunderschönes Haus mit einem wunderschönen Garten - ich konnte mein Glück kaum fassen.


Einige Zeit war alles toll, doch dann wurde es irgendwie unruhig - ich
merkte, dass sich viele Gespräche um mich drehten! Ich hörte Worte wie
"Allergie" und alle Familienmitglieder seien krank wegen mir. Ich sollte auf einen großen Hof, wo es noch mehr Hunde meiner Rasse gab. Aber das wollte meine Familie nicht und ich blieb. Ich war zufrieden und gewöhnte mich langsam ein.
Und dann tat ich das, was einem Herdenschutzhund seit Jahrhunderten in die Gene gelegt wurde: ich beschützte meine Familie - und ich fand, ich machte meine Arbeit gar nicht schlecht. Doch je mehr ich mich bemühte, desto unzufriedener wurde meine Familie. Ich hörte wieder Sätze wie: "Zita muss weg!" und "Nein, arbeiten wollen wir nicht mit ihr" und "Wir sehen nicht ein, für diesen Hund auch noch Geld auszugeben!"
Ich wurde ganz furchtbar traurig! Was machte ich falsch?

Eines Tages wurde ich in unser Auto geladen. Wohin es wohl ging? Wir
stiegen aus an einem Ort, wo es wieder ganz viele Zwinger gab und es nach ganz vielen Hunden roch - und plötzlich saß ich wieder hinter Gittern - in einem Zwinger! Ich verstand die Welt nicht mehr! Aber Frauchen und Herrchen kommen bestimmt bald wieder ... und ich wartete ... und wartete ... niemand kam

Fremde Menschen versorgten mich, aber niemand sagte mir, was los ist.
Irgendwann kam dann wieder eine nette Frau vom Tierschutzverein und
holte mich aus meinem Zwinger. Sie ging mit mir spazieren und erzählte mir, dass ich gleich von einem jungen Mann abgeholt werden würde, der mich in eine Hundepension bringt. Ein paar Wochen später würde man mich zu einer "Fachschule für Herdenschutzhunde" in Süddeutschland bringen, in der Menschen lernen, uns Herdenschutzhunde zu verstehen.
Ich fragte die nette Frau: " Und wann komme ich zurück zu meiner Familie?"
Sie antwortete: "Leider nie mehr, Zita!" Ich sagte: "Aber das kann nicht sein!
Ich bin doch ihr Herzenshund!" "Nein, Zita, das bist Du nun leider nicht mehr, das warst Du einmal für kurze Zeit ..."

Wie ich mich jetzt fühle, brauche ich Euch wahrscheinlich nicht zu
erzählen. Ich bin verwirrt und traurig, ich verstehe nicht, warum meine Familie mich nicht mehr will und was ich falsch gemacht habe.

Alle Menschen, die meine Geschichte nun gelesen haben, möchte ich
um zwei Sachen bitten:  Bitte schafft Euch keinen Hund an, wenn Ihr nicht sicher seid, dass Ihr einen haben möchtet und nicht bereit seid, auf diesen Hund einzugehen - erst recht keinen Herdenschutzhund!
Meine zweite Bitte: Unterstützt die Tierschutzvereine Lichtblick aller
Pfoten e.V. und Second Hand Hunde in Not, die nun leider sehr viel Geld dafür ausgeben müssen, dass ich irgendwann einmal wieder ein schönes Zuhause
finde.

Eure Zita!

 

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